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Multiple Sklerose – was bedeutet das eigentlich?

Multiple Sklerose.

Natürlich kannte ich den Begriff. Schon oft gehört. Irgendetwas mit Nervenkrankheit und der großen Wahrscheinlichkeit des Rollstuhls. So
eine Krankheit, die andere trifft. Aber nicht mich! Dumm gelaufen… Und jetzt musste ich mich zwangsläufig ein wenig genauer damit auseinander setzen.

MS ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems.

Dabei kommt es zu einer Vielzahl, multiplen, Entzündungsherden in Gehirn und Rückenmark. Diese Entzündungen führen zur Zerstörung von Nervenphasern und langfristig zu Verhärtungen und Vernarbungen (skleros = hart) von Nervengewebe. Folge der Entzündungen ist, dass Befehle und Reize, die von den Gehirnzellen an Muskeln oder Organen gesendet werden, verzögert oder auch gar nicht mehr an ihren Zielort ankommen. Aber auch umgekehrt gelangen aufgenommene Reize nicht auf dem schnellsten Weg ins Gehirn und können nicht mehr richtig verarbeitet werden. Daher kann es zu Bewegungs- und Empfindungsstörungen kommen. Es gibt aber noch viele weitere Beschwerden, in denen sich die MS zeigen kann. Daher nennt man sie auch, die Krankheit der 1000 Gesichter. 

Bisher sind die Ursachen der MS noch unbekannt.

Klar ist nur, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Sie wird also nicht durch Krankheitserregern ausgelöst und ist somit nicht ansteckend. Das Immunsystem schützt in diesem Fall den Organismus nicht durch Bekämpfung von Viren und Bakterien, sondern greift plötzlich gesundes Gewebe des eigenen Körpers an. Bei der MS betrifft dies die Myelinscheiden, die wie eine Isolierschicht um die Nerven liegt und für eine reibungslose Weiterleitung von Sinnesreizen zuständig ist. 
Ein typisches Mermal der MS ist der Schub. Symptome treten plötzlich auf und halten mehr als 24 Stunden an. Zwischen den Schüben liegen mindestens 30 Tage. Unterstützend kann so ein Schub mit einer Kortisonstoßtherapie behandelt werden. Dabei bekommt der Betroffene für drei bis fünf Tage hochdosiertes Kortison über die Vene verabreicht. Das Kortison hilft bei der Bekämpfung der Entzündung.

Die Multiple Sklerose schreitet unterschiedlich schnell voran, aber sie kann trotzdem in drei Verlaufsformen unterschieden werden.

1. Schubförmig Remittierende MS | 
Symptome treten auf, bessern sich oder bilden sich wieder  vollständig  zurück

2. Sekundär Progrediente MS |
Diese Form tritt meist in einer späteren Krankheitsphase auf, die Beschwerden steigen kontinuierlich an, Schübe sind (selten) noch möglich (rSPMS)

3. Primär Progrediente MS |
schleichende Verschlechterung von Beginn an, seltenste Form der MS, Symptome bilden sich nicht zurück, häufigere Einschränkungen im motorischen Bereich 

Hier kannst du lesen, welche medikamentöse Behandlung bei welcher Form der Multiplen Sklerose angewendet wird. Dein Neurologe wird dich dahingehend gerne beraten.

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