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Positives Mindset – Leben statt leiden Teil 2

Im ersten Teil zu “Leben statt leiden” hast du erfahren, was ein positives Mindset ist. Heute möchte ich dir erzählen, warum ein positives Mindset so wichtig ist – nicht nur bei Multipler Sklerose. Im dritten und letzen Teil der Reihe, beschäftigen wir uns dann mit dem Mindsetting.

Mindsetting

canva

 

Warum ein positives Mindset so wichtig ist

In deinem Leben stehst du immer wieder vor besonderen Herausforderungen oder Hindernissen, die du zu meistern hast. Nicht immer funktiert das Leben so, wie du es geplant hast. Sei es ein Misserfolg im Beruf, die große Liebe, die du verloren hast oder eine Krankheit, die dir diagnostiziert wurde. Du kannst leider nicht immer beeinflussen, was dir im Leben passiert. Aber du bestimmst, wie du damit umgehst.

 

Dein Mindset ist die Summe deiner Glaubenssätze

Was ich damit meine? Glaubenssätze sind Meinungen und Überzeugungen, die du dir aus bestimmten Erlebnissen oder Erfahrungen gebildet hast oder die wir von anderen Menschen übernommen hast. Typisch für Glaubenssätze ist, dass sie sehr allgemein gehalten sind. Zum Beispiel “Männer können nicht treu sein”, “Geld macht arrogant”, “Eine chronische Krankheit bedeutet das Ende vom glücklichen Leben”.  Glaubenssätze entstehen oft schon in unserer Kindheit und sind förmlich in Stein gemeißelt. Oft treffen diese Dinge aber gar nicht oder nur begrenzt zu.

 

Glaub nicht alles, was du denkst!

Mit deinen Glaubenssätzen machst du es dir oft unnötig schwer, denn du verschließt dich davor, andere Erfahrungen, die vielleicht sogar viel positiver sind, zu machen.Glaubenssätze und Überzeugungen geben dir Halt und ein Gefühl von Sicherheit. Sie sind für viele Menschen wie ein Geländer, an dem man sich entlang hangeln kann und das dich vor Enttäuschungen schützt.Tatsächlich aber können genau diese Überzeugungen einen großen Teil dazu beitragen, dass du immer wieder Schmerzen und Enttäuschungen erlebst, da du selbst durch deine Erwartungshaltung oft genau solche Situationen anziehst, in denen du dich in deinem Glaubenssatz wieder bestätigt siehst. (1) Dieses Phänomen nennt man in der Psychologie selbsterfüllende Prophezeiung.

Eigentlich steckt es schon im Namen “Glaubenssätze”. Du glaubst sie. Aber deshalb müssen sie noch lange nicht wahr sein. Es sind ja keine “Wahrheitssätze”. Das Schöne ist, dein Mindset ist keine Einbahnstraße. Diese kleine oder große Sammlung an Glaubenssätzen, lässt sich ändern. Du hast Glück!

Alles was du brauchst, ist bereits in dir

Du erinnerst dich an das fixed Mindset? Es ist genau dieses Schubladendenken, das deine Glaubenssätze ausmachen.  Sie sorgen für eine unflexible Lebenseinstellung und viel Unzufriedenheit im Leben. Sie sorgen dafür, dass du dich und andere schnell beurteilst und auch verurteilst.

Bevor du aber damit beginnst, dein fixed Mindset in ein wachstumsorientiertes und flexibles Mindset umzuwandeln, beschäftigen wir uns erstmal damit, wie du ein positives Mindset im allgemeinen trainieren kannst. Dazu habe ich dir eine Infografik erstellt.

 

Mindsetting - positives Mindset Info

Stell dich selbst in den Fokus der Aufmerksamkeit – deiner Aufmerksamkeit!

In deinem Leben sollte der Fokus auf einen ganz bestimmten Menschen und dessen Leben gerichtet sein. Nämlich auf dich! Es kann sein, dass du das erstmal üben musst. Du hast ein Kind? Ich weiß, sie sind unser Größtes. Trotzdem muss dein Kind lernen deine Grenzen zu akzeptieren. Auch du hast Bedürfnisse. Wenn sein Wohl nicht darunter leidet, darfst du dich auch mal über seine Bedürfnisse stellen. Wenn bei mir zum Beispiel die Fatique zuschlägt, kann ich nicht, wie ich will und manchmal brauche ich jetzt sofort eine Auszeit. Meine Tochter nimmt keinen Schaden davon, dreißig Minuten alleine in ihrem Zimmer zu spielen, damit ich kurz Ruhen kann. Sie weiß um meine Krankheit. Meine Kraft, die ich aus der Pause geschöpft habe, lasse ich dann ihr zuteil werden. Das geht. Das geht auch mit allen anderen Menschen in deinem Leben. Deinem Partner, deinen Freunden, deinen Kollegen. Die Menschen, die dich lieben, akzeptieren, wenn du mehr Selbstliebe praktizierst. Wenn du dich von negativen Dingen entfernst und dein Leben so gestaltest, dass es für dich passt und dich glücklich macht. Wenn sie das nicht können, dann gehören sie nicht in dein Leben. Das ist traurig, aber wahr. Distanziere dich ein Stück von allem, was dir zu nahe geht und dann, wirf einen Blick auf dich und dein Leben. Schau genau hin. Noch genauer! Was siehst du?

Sei Dankbar!

Du hast schon einiges in deinem Leben erreicht. Mach dir das bewusst. Und schau nochmal hin. Du besitzt auch einiges. Schöne Wohnung, die du da hast! Tolles Auto! Hübsche Kette…sei dankbar dafür. Und konzentriere dich auf das, was du schon hast. Es ist viel! Klar, könnte mehr sein. Aber muss es das? Wärst du dann wirklich glücklicher? Mit dem 40. Paar Schuhe? Wirklich??

Okay, so schlecht trifft es dich doch eigentlich gar nicht? Aber deine Kollegin meinte kürzlich, dein Erfolg im Job liegt an deinem Vitamin B.. Schön für deine Kollegin. Darf sie auch gerne meinen. Aber, das ist nur ihre Meinung. Ist es aber die Wahrheit? Das weißt du selbst am besten. Mir wird ähnliches gesagt. Ich arbeite seit zehn Jahren in meinem Beruf und bin eigentlich stetig in Fortbildung. Ich denke, die Wahrheit liegt darin begraben.. Vielleicht ist deine Kollegin ja auch voller Missgunst, weil sie selbst gerne so engagiert wäre, aber halt einfach nicht so für die Sache brennt, wie du. Sie verhält sich also nicht wegen dir so. Sondern wegen sich selbst. Glaubenssätze und so. Du weißt bescheid!

Zum Glücklichsein und viel Positivität in deinem Leben ist eines ganz besonders wichtig

Vergleiche dich nicht mit anderen! Andere Menschen kochen auch nur mit heißem Wasser. Sie sind nicht besser, schöner oder klüger als du. Nur anders.

Indem du den Fokus auf dich und dein Leben lenkst, wirst du eine gute Basis legen. Du stellst nämlich fest: es läuft! Da geht bereits schon einiges! Falls es dir schwer fällt, das zu erkennen, empfehle ich dir, ein Glückstagebuch zu führen. Mir hat diese Technik in kürzester Zeit dabei geholfen, zu erkennen, dass es doch nicht so blöd ist, wie ich dachte.

Positives Mindset

canva

Das Glückstagebuch zieht Positives magisch an

Jetzt haut sie ganz schön auf die Kacke? Eigentlich nicht..

Ich erkläre dir mal, wie es funktioniert:

Du besorgst dir ein Glückstagebuch. Entweder entscheidest du dich für ein vorgefertigtes, mit entsprechenden Fragen oder du nimmst ein ganz normales Notizbuch.

Ich habe mich zweimal täglich für etwa drei Minuten an mein Tagebuch gesetzt.

Sechs Minuten für mehr Glück und Positivität

Morgens habe ich mich damit beschäftigt, für welche drei Dnge in meinem Leben ich dankbar bin. Vom gesunden Kind, über die mega Wohnung bis hin zur hübschen Tischdeko, kam da so einiges zusammen. Und dann habe ich überlegt, was den heutigen Tag perfekt machen würde. Stichpunkte reichen. Es geht nur darum, sich Dinge bewusst zu machen. Gute Dinge! Damit steuern wir unser Verhalten. Denk an die selbsterfüllende Prophezeiung von weiter oben im Text.

Am Abend habe ich dann aufgeschrieben, was besonders gut an diesem Tag war und was hätte besser laufen können. Sich bewusst zu machen, dass etwas blöd lief und es kurz zu reflektieren sorgt dafür, dass du mit dieser Situation beim nächsten Mal anders umgehen kannst.

Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede!

Inzwischen benötige ich das Tagebuch nicht mehr. Meine Wahrnehmung hat sich durch diese tägliche Übung so geändert, dass ich mir automatisch die guten Dinge in meinem Leben bewusst mache und mich reflektiere. Ich bin viel glücklicher und ausgeglichener, weil ich weiß, mir geht es echt gut und ich habe totales Glück. Ja, ich habe Multiple Sklerose, aber ich bin trotzdem total aktiv und kann, trotz Einschränkungen, noch immer alles. Für mich hat sich vieles geändert, aber dadurch hat sich mir auch viel Neues eröffnet. Warum die MS für mich nicht Fluch, sondern Segen ist, schreibe ich aber in einem anderen Beitrag.

Das Glückstagebuch trainiert dich darin, achtsamer durchs Leben zu gehen und Positives zu sehen. Ich kann dir nur empfehlen es auszuprobieren!

 

Im nächsten Teil von “Leben statt leiden” besprechen wir, wie du dein Mindset flexibel machst und lernst, lösungsorientiert mit Herausforderungen umzugehen.

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(1)

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Kommentare

  1. Christina meint

    Das mit dem Tagebuch ist eine sehr gute Idee! Ich glaube, das fange ich jetzt auch an! Das mit der täglichen Dankbarkeit hatte ich schon in einer kurzen Meditation kennen gelernt, manchmal mache ich die auch. Aber das Tagebuch bringt dann doch eine gute Kontinuität mit hinein, das finde ich sehr schön! Wie lange hat es bei dir gedauert, bis sich dieser “Mind Shift” eingestellt hat?

    Liebe Grüße,
    Christina von https://miles-and-shores.com

    • StefanieWassmann meint

      Das ging eigentlich ziemlich zügig. Einen Monat habe ich kontinuierlich Tagebuch geführt. Aber die Achtsamkeit stellte sich schon zunehmend nach ein paar Tagen ein.
      Unter dem Beitrag findest du eine Liste in der du dich eintragen kannst. Du erhälst dann Zugang zu meinem kostenlosen Download für mein Ebook. Da geht es um das Führen eines Glückstagebuches.

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