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Positives Mindset – Leben statt Leiden Teil 1

In diesem ersten Teil der Reihe “Leben statt leiden” beschäftigen wir uns mit dem Begriff Mindset im Allgemeinen.

via canva

Den Begriff “Mindset” hast du sicherlich schon oft gelesen. Du findest ihn eigentlich überall und in den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Ich habe mich bereits vor meiner Diagnose im Dezember 2019 mit einem positiven Mindset auseinandergesetzt. Und ich glaube, dass das ein Faktor war, warum ich meine Diagnose so gut verkraftet habe. Denn du musst nicht in ein tiefes Loch fallen – wenn du es nicht willst!

Was bedeutet Mindset überhaupt?

Lass uns mal den Begriff “Mindset” etwas genauer anschauen. Wenn du einen Blick ins Wörterbuch wirfst, findest du zu dem Begriff Übersetzungen wie Denkweise, Mentalität, Weltanschauung oder Lebensphilosophie. Das trifft es irgendwie ganz gut, aber nicht genau und eigentlich haben die Übersetzungen untereinander auch nicht die exakt gleiche Bedeutung. In diesem Fall hilft ein Trick, den wir noch aus dem Englischunterricht kennen. Zerpflücken wir das Wort einfach mal… also “Mind” bedeutet “Geist”, “set” ist “einstellen”. Und den “Geist einstellen” trifft den Nagel auf den Kopf. Denn das Schöne am Mindset ist, dass es nicht fixiert ist. Es ist nicht starr. Du kannst es ändern.

Wie gehst du mit schlechten Tagen um?

Du bist gerade aufgestanden und willst dir einen Kaffee aus der Küche holen. Als du die Kanne zur Seite stellst, kommst du gegen die Tasse. Sie fällt zu Boden. Tasse kaputt, Kaffee überall. Du bist jetzt also ohne Kaffee und aufgrund der kleinen Putzeinlage zu spät dran. Weil du gestern keine Lus mehr zum Einkaufen hattest, musst du dir vor der Arbeit aber noch unbedingt ein Essen organisieren. Als du auf der Arbeit ankommst, gibt es mecker vom Chef. Und als du abends Heim kommst und den Briefkasten öffnest, liegt da die Mahnung vom letzten Onlineshopping Tripp. Rechnung vergessen zu zahlen.

Was machst du damit? Bist du nach diesem Tag total am Ende, genervt und gibst dir die Schuld dafür? Das war ja wieder klar und ist doch immer so bei dir!? Oder sagst du dir, dumm gelaufen! Aber morgen ist ein neuer Tag und da mache ich es besser! Bin morgens achtsamer, habe bereits das Essen für die Arbeit vorbereitet im Kühlschrank liegen, werde also pünktlich sein. Die Mahnung ist bezahlt und in zukunft werde ich die Post besser sortieren, damit mir das nicht nochmal passiert!Und jetzt gute Nacht!

Dein Mindset bestimmst, wie du dich verhälst!

Wir glauben zwar immer, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen, aber tatsächlich passieren unsere Entscheidungen immer unter Berücksichtigung unseres Mindsets. Unbewusst. Es ist nämlich die “Standardeinstellung” in deinem Kopf, nach der alles bewertet wird. Und es gibt zwei Formen von Mindsets, wie die Motivationspsychologin Carol Dweck herausgefunden hat. Das Fixed Mindset und das Growth Mindset.

Das Fixed Mindset

Das Schubladendenken beschreibt das Fixed Mindset am Besten. Menschen mit einem Fixed Mindset denken in Kategorien und besitzen eine unflexible Lebenseinstellung. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben! Basta! Haltungen zu einem bestimmten Thema werden nicht mehr angetatstet. Denn das wäre eine Veränderung und die kann ja auch etwas Schlechtes mit sich bringen. Die Tatsache, dass Veränderungen auch etwas Gutes mit sich bringen könnten, wird dabei außer Acht gelassen. Menschen mit einem Fixes Mindset be- und verurteilen sich und andere schnell, suchen die Schuld gerne bei anderen und halten an Vertrautem fest. Auch wenn es sich schlecht anfühlt. Denn eine Veränderung stellt auch ein Risiko dar.

Das Growth Mindset

Hier ist alles im Fluss und verändert sich. Die Lebenseinstellung von Menschen mit einem Growth Mindset ist flexibel, wachstumsorientiert. Frei nach dem Motto: Stillstand ist der Tod!

Diese Menschen wissen, dass sie sich Wissen aneignen können und verurteilen sich nicht dafür, dass sie etwas noch nicht können. Sie denken lösungsorientiert, be- und verurteilen sich nicht und sie  sehen Dinge nicht als gegeben, sondern arbeiten aktiv an einer Verbesserung. Sie entscheiden sich gegen Begrenzungen und ziehen so neue Möglichkeiten in Betracht. (1)

Welcher Mindset – Typ bist du?

Erkennst du dich wieder? Wenn du der Typ Fixed Mindset bist, hast du vermutlich hart an der Diagnose der Multiplen Sklerose zu knabbern. Dir gegenüber steht eine Autoimmunerkrankung. Sie zerstört die Zellen deines Zentralen Nervensystems und wird dir zunehmend deine Lebensqualität rauben. Sie schränkt dich ein und raubt dir die Kontrolle über dein Leben.

Mit einem Growth Mindset hat die Diagnose zunächst auch geschockt. Dann hast du dir Informationen eingeholt oder du bist gerade dabei. Du hast deine Krankheit zu verstehen gelernt. Und nun handelst du. Du versuchst dir selbst Antwort auf die Frage “Wie kann ich mit der Multiplen Sklerose ein schönes Leben führen?” zu geben. Du überdenkst alte Verhaltensmuster, bringst Veränderung in dein Leben und erkennst vielleicht sogar schon das ein oder andere Positive, seit deiner Diagnose.

Dein Mindset benötigt ein Reset

Wenn du dich jetzt als Typ des Fixed Mindset einstufst, wirst du dich den Rest deines Lebens über die Multiple Sklerose aufregen. Du wirst nie verstehen können, warum ausgerechnet du sie bekommen hast (Achtung, Spoiler: es gibt keine konkrete Antwort darauf!) und womit du es verdient hast, bald im Rollstuhl zu sitzen und was dir halt noch so alles durch die MS droht.

Du kannst dich jetzt also selbst in die Schublade “Chronisch Krank und bald behindert / MS” stecken und den Dingen harren, die da kommen. Oder du nutzt das große Glück, das du hast, dein Mindset zu ändern.

Wie du das machst? Als erstes versuchst du negativen Gedanken nicht mehr so viel Raum zu geben. Und dann liest du meinen zweiten Teil zu “Leben statt leiden mit MS”. Dort erkläre ich dir, warum ein positives Mindset bei Multipler Sklerose so wichtig ist nd wie du es schaffst, es neu zu programmieren.

Wenn dir mein Beitrag gefallen hat, dann lass mir doch einen Kommentar da.

Im nächsten Teil sprechen wir dann über die Wichtigkeit eines positiven Mindsets und welche Rolle Glück und Dankbarkeit dabei spielen.

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(1) Quelle

 

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